85 Teilnehmer, sieben Runden und jede Menge Freude: Beim 7. Inklusionsschachturnier im Kurpark Schönebeck standen nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem das Miteinander im Mittelpunkt.
Am 26. September 2026 war es wieder soweit: Zum mittlerweile siebten Mal wurde im Dr.-Tolberg-Saal im Kurpark Schönebeck das Inklusionsschachturnier ausgetragen. Dabei zeigte sich einmal mehr, welche verbindende Kraft der Schachsport besitzt. Profis trafen auf Hobbyspieler, Anfänger auf erfahrene Schachspieler und Menschen mit und ohne Behinderung saßen gemeinsam am Brett.
Insgesamt 85 Teilnehmer gingen in sieben Runden Schnellschach an den Start. Dabei war jeder ein Gewinner: Niemand musste das Turnier ohne einen einzigen Punkt verlassen. Viel wichtiger als Sieg oder Niederlage waren jedoch die Begegnungen, der gemeinsame Spaß und die Freude am Schach.
Das Turnier machte gleichzeitig deutlich, wie wichtig gelebte Inklusion in unserer Gesellschaft ist. Menschen mit Behinderung sollten nicht am Rand stehen, sondern selbstverständlich dazugehören – in der Schule, im Sport, im Verein und in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Denn ein echtes Miteinander lebt von einem Füreinander.
Leider konnte die von unserem Verein betreute Klusstiftung Schneidlingen in diesem Jahr keinen Teilnehmer zum Turnier entsenden. Gerade für die dort betreuten Jugendlichen wäre die Veranstaltung eine schöne Gelegenheit gewesen, neue Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam mit anderen die Freude am Schach zu erleben. Umso mehr hoffen die Veranstalter und Vereine, im kommenden Jahr wieder Teilnehmer der Klusstiftung begrüßen zu können.
Aus unserem Verein ging Ian Beck an den Start und vertrat dabei seine Schule, die Carl-Kehr-Schule aus Halberstadt. Ian zeigte von Beginn an eine starke Leistung und mischte im vorderen Teilnehmerfeld kräftig mit. Nach sieben Runden standen hervorragende 4,5 Punkte auf seinem Konto. Damit belegte er einen beachtlichen 19. Platz unter 85 Teilnehmern.
Eine besondere Leistung, denn Ian feierte an diesem Tag gleichzeitig seinen 16. Geburtstag. Ein besseres Geburtstagsgeschenk hätte er sich wohl kaum machen können!
Dass in diesem Jahr nicht noch mehr Kinder aus unserem Verein teilnehmen konnten, lag vor allem an der Terminüberschneidung mit den Landesjugendmannschaftsmeisterschaften der U10. Für das kommende Jahr ist deshalb das Ziel klar: Wir möchten wieder mit einer größeren Kindergruppe dabei sein und gemeinsam ein Zeichen für gelebte Inklusion setzen.
Denn Inklusion sollte keine Ausnahme und kein besonderes Ereignis sein. Sie sollte selbstverständlich sein.
Schule, Sport und Verein können dabei gemeinsam einen wichtigen Beitrag leisten – denn Schach kennt keine Grenzen und verbindet Menschen.
