H.-W.Schröder – Zum Vorwerk 1 – 39444 Hecklingen – Redaktion Salzlandsport
Es ist verständlich, dass die 2. Mannschaft eines Vereines im Schatten der 1. steht. So auch die II. Schachmannschaft der SG Einheit Staßfurt, die immerhin in der Bezirksliga spielt. Sie spielt dabei keine zu unterschätzende Rolle für den Verein. Zum einen stellt sie die Ersatzspieler für die I. Mannschaft, ermöglicht ihnen Spielpraxis, zum Anderen bieten sie jungen Nachwuchsspielern Möglichkeiten der Qualifizierung unter der Obhut gestandener Spieler. Einheits Sechsermannschaft besteht aus den „alten“ Haudegen Sylvia Bachmann (Mannschaftsführerin) und Erik Radonz sowie den Nachwuchsspielern Tim Siebert, Julian Baum, Marvin Halacz, Ian Beck und Lucas Fiedler. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch Einheits II. den kleinsten DWZ-Durchschnitt aller acht Mannschaften auswies. Klar war von vornherein, dass es schwer werden würde, zu bestehen. Erst recht, wenn man die Gegnerschaft vor allem an den ersten drei bis vier Brettern registriert, die oft eine große Vergangenheit in höherklassigen Mannschaften hatten und auch heute noch in solchen willkommen wären. Hinzu kommt noch erschwerend, dass mit J. Baum und T. Siebert zwei wichtige Spieler für die erste Mannschaft abgestellt wurden, in der sie mit überzeugenden Leistungen wichtige Beiträge zu deren Klassenerhalt lieferten. Um so beachtlicher ist der 4:2 Sieg gegen Einheit Halberstadt II. und die 3:3 Unentschieden gegen Schachtradition Ströbeck I. und HKZ Rübeland I. zu werten. In der Endabrechnung bedeutete dies Tabellenplatz 7.
Auch wenn die Punktausbeuten an den vorderen Brettern bescheiden ausfielen, war der Einsatz der Spieler dort wichtig, weil dadurch die Mannschaftskameraden mit einer ähnlichen DWZ (Deutsche Wertzahl) an den hinteren Brettern zu Punkterfolgen kommen konnten. Das Wichtigste ist aber für die jungen Spieler der Lernprozess gegen erfahrenere spielstärkere Gegner. In den Partienanalysen mit den Übungsleitern ist der Kenntnisgewinn durch nichts zu ersetzen.
Mit 3,5 Punkten aus 6 Partien erkämpfte der junge Ian Beck das beste Resultat. Aber auch die je 3 Punkte von S. Bachmann und E. Radonz aus 7 Partien können sich sehen lassen. Beide begannen übrigens ihre Schachkarriere als Neunjährige in der AG Schach der Goethe-OS Staßfurt bei Übungsleiter Hans-Werner Schröder. Die Begeisterung für das königliche Spiel haben sich die beiden künftigen Neurentner trotz einiger gesundheitlicher Probleme bis heute bewahrt. Hochachtung!
HWS