Einheit´s Jason Beck holt Turniersieg

Die SG Einheit Staßfurt hatte zum VII. Staßfurter Bergmannsturnier für Kinder und Jugendliche in fünf Altersklassen (AK) in das Berufsförderungswerk Staßfurt (BFW) zum Schnellschachturnier eingeladen. Der Verein und seine Schachsportler huldigen damit der Erinnerung an die lange Geschichte des Bergbaus in Staßfurt, der Kali- und Steinsalzförderung und deren Verarbeitung in der alten Salzstadt. So mancher ihrer Vorfahren verdienten sich den Lebensunterhalt in den Schächten und über Tage, den verarbeitenden chemischen Fabriken und in den sie begleitenden Maschinen- und Apparatebaubetrieben Staßfurts. Heute wird die alte Tradition vom Ciech Sodawerk fortgesetzt.

Sage und schreibe 102 Teilnehmer aus 16 Vereinen begrüßte Organisations-Chef und Hauptturnierleiter Andreas Mann, die der Einladung trotz teils winterlicher Straßen nicht nur in der Harzregion und langer Anfahrtswege aus der Altmark gefolgt waren. Besonders erfreuten die großen Teilnehmerfelder bei den Jüngsten und in der AK u11, ein Zeichen für die wachsende Beliebtheit des Schachsports. Gespielt wurden in allen AK-Turnieren im „Schweizer-System“. Das „Schweizer-System“ lost auch nach der ersten Runde in allen weiteren Runden aus, wer gegen wen spielt. Gelost werden dabei stets punktgleiche Sieger sowie die punktgleichen Verlierer untereinander. Die Jüngsten der AK u9 spielten 7 Runden, alle anderen AK 5. Jungen und Mädchen spielten gemeinsam in einem Turnier mit höchstens 30 Minuten Bedenkzeit je Partie, die Wertung erfolgte aber getrennt.

 Der hohe Favorit in der u9 Johannes Rössling (Schachzwerge Magdeburg), gewann das Turnier ohne Punkteinbuße souverän. Nicht unbedingt zu erwarten war der 2. Platz von Michael Aronau vom Oebisfelder SV mit 6 Punkten. Einen Punkt weniger als Michael hatten Fritz Wegener und Steffen Boes (beide SV Tangerhütte) auf den Folgeplätzen auf ihrem Konto. Bester Staßfurter war Emil Seifert (4 Punkte) vor Marko Unger (3,5) Finn J. Langheinrich und Paul Kaufmann (je 3). Die Mädchenwertung gewann Ahata Hleizer (5, Stendaler SK) vor der punktgleichen Stefania Goncharenko (Schachzwerge) dank etwas besserer Feinwertung und Alina Dobrynina (USC Magdeburg). Turnierleiter Christian Bichtemann registrierte, dass die im oberen Drittel der Tabelle Platzierten schon erstaunlich anspruchsvolle Partien spielten, während darunter noch viele Entscheidungen durch Schäfermatt erfolgten. Lob verdiente sich der Einheimische Paul Kaufmann, der erst ein halbes Jahr im Training ist. Für die übrigen Staßfurter Einsteiger waren die hinteren Tabellenplätze erwartungsgemäß. Auch in der AK u11 gab es mit Ole Ziem (USC) einen Favoritensieg mit 100% Punktausbeute. Ihm folgten in der Jungenwertung der ebenfalls gestandene Georg W. Dornheim (Schachzwerge) und Andreas Kresse (SV  Eintracht Tangerhütte). Taro Werner von Einheit gelang mit 3 Siegen ein nicht erwarteter 10. Platz  bei 33 Mitstreitern, während Emil Mingramm und Finley Wiedensee sich mit jeweils 2 Siegen in der zweiten Tabellenhälfte platzierten. Turnierleiter Mirko Weigt stellte erstaunt einen deutlichen Qualitätssprung bei der Staßfurterin Lina Fleischer fest, die mit ebenfalls 4 Punkten nur Lotte Nönnig (Schachzwerge) dank besserer Feinwertung den Vortritt ließ. Dritte wurde Louisa Siegl (3,5/ Haldenslebener SC). In der u13 bestimmten die Magdeburger Aktiven das Geschehen. Mit Igor Shevchenko (Schachzwerge) siegte auch der Spieler mit der höchsten Wertzahl vor Jacky Pham (USC) mit je 4,5 Punkten und Juri Böttcher (3) vom Haldenslebener SC. Lucas Fiedler, Einheits große Hoffnung, belegte in der neuen älteren AK mit 2,5 Punkten einen Mittelplatz. Die Einsteiger Luca Köpke und Darryl Zimmermann konnten erste Erfahrungen sammeln in einem stark besetzten Turnier. Auch in dieser Altersklasse konnte Turnierleiter Julian Baum kaum Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen ausmachen. Siegerin Laura M. Rössling und Vereinskameradin Luisa Funke (beide 4, Schachzwerge) und die 3. Leila Etemad (3, USC) belegten im Gesamtturnier die Plätze 3, 4 und 6. Staßfurts Lea Sophie Schiller (3) und Yanina J. Harke (2,5) in der Mädchenwertung die Plätze 4 und 5. Die u15 dominierten mit dem klaren Sieger Jakob Nönnig ohne Punkteinbuße, dem 2. Anton Pflug  (4, beide Schachzwerge) und Stijn Schönherr (3, USC) die Magdeburger Favoriten. Einheits Ian Beck (3) belegte einen Mittelplatz. Die Gesamtvierte Svenja Hoffmann (3, Schachzwerge) gewann die Mädchenwertung vor Joana Wiebach (SV Einheit Halberstadt). Die Turnierleitung verantworteten Marvin Halasz und Hartmut Radonz. Strahlende Gesichter bei Einheit und Turnierleiter Sören Brücher gab es in der u20. Jason Beck (Bild: Siegerfoto mit Jason Beck) blieb mit 4,5 Punkten unbesiegt. Er verwies Erli Drizari (4, Haldenslebener SC) und Carl F. Dornheim (SG Aufbau Elbe Magdeburg) auf die Plätze. Super-Cup-Mitgewinner Leon E. Schambier (2,5) hatte nicht seinen besten Tag. Tai Eric Häesler konnte als Neuling noch nicht vorn eingreifen.

Fazit:

Der Veranstalter konnte eine gelungene Schachgroßveranstaltung für den Nachwuchs auch dank der vom BFW zur Verfügung gestellten gepflegten Räumlichkeiten konstatieren. Das VII.Bergmanns-Turnier ordnete sich würdig in den Zyklus des A-B-Cup des Verbandes ein. Etwas problematisch erwies sich die örtliche Trennung zwischen Spielstätte und  Aufenthaltsraum. Einheit Staßfurt stellte alle Turnierleiter und auch das Spielmaterial. Kreisjugendkoordinator Julian Baum hatte keine Probleme mit der Auslosung aller Turnier-runden. Danke! Jason Becks Turniersieg, der 2. Platz von Lina Fleischer und mehrere Top Ten Plätze in den stark besetzten Turnieren können sich sehen lassen. Die großen Gewinner waren die großen Magdeburger Vereine, vor allem die Schachzwerge.

HWS